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"Information ist Nahrung für die Seele und den Geist"                                           

                         Karl Pilsl, Autor, Mentalcoach und Journalist

Diabetes

Da eine vorhandene Diabeteserkrankung lange Zeit keine Beschwerden (Schmerzen) verursacht, wird wiederholtes Zahnfleischbluten leider ignoriert. Wiederkehrende Entzündungen am Zahnfleisch (Ginivitis), welche durch Bakterien hervorgerufen werden oder Wundheilungsstörungen im Kieferknochen - z.B. nach einer Zahnentfernung - können erste Anhaltspunkte für eine beginnende Diabetes sein. Störungen der Wundheilung sind nahezu bei allen Diabetikern eine Folge der gestörten Öffnet internen Link im aktuellen FensterMikrozirkulation in den kleinsten Blutgefäßen.

Ebenso können auffallende Zahnwanderungen als sichtbares Zeichen einer Parodontitis (bakterielle Zahnfleischentzündung mit Knochenabbau) gedeutet werden. Diabetiker haben eine dreifach erhöhtes Risiko an einer Parodontitis zu erkranken und der Krankheitsverlauf ist erschwert, da eine optimale Therapieeinstellung schwierig ist.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Zahnmedizinern rückt somit in den Fokus der Prävention, um Spätfolgen wie Zahnverlust, Nierenversagen, Netzhautschädigung, Schlaganfall und Herzinfarkt zu vermeiden.

  • Nur eine optimale häusliche Mundhygiene und regelmäßige Kontrollbesuche in der Zahnarztpraxis, mit professioneller Zahnreinigung (1 - 4 x jährlich), bietet Schutz vor einer Parodontitis. Ein Erfolg stellt sich aber auch nur dann ein, wenn Betroffene mit Disziplin und Ausdauer ihrer Verantwortung nachkommen und nicht warten bis erste fühlbare Schmerzen sich einstellen.

Die DIABETES PFLEGE AKADEMIE iigm in Berlin bietet in ihren Fort- und Weiterbildungen auch Seminare zu dem Thema: Wechselwirkungen zwischen Diabetes und Mundgesundheit an. www.iigm.de



Zähne und Schwangerschaft

Durch hormonelle Veränderungen kann es zu Gewebe- und Gefäßumstrukturierungen kommen. Dies zeigt sich am Zahnfleisch (Gingiva) mit einer erhöhten Entzündungsreaktion, einer Blutungsneigung oder einer lokalen Gingiva-Gewebevergrößerung (Epulis). Diese bildet sich im Normalfall nach der Schwangerschaft wieder zurück, sollte aber immer unter zahnärztlicher Kontrolle bleiben, um Folgeschäden am Zahn und Knochen zu vermeiden.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass ein möglicher Zusammenhang zwischen chronischer Parodontitis (bakteriell bedingte Zahnbettentzündung) und  untergewichtigen Frühgeburten besteht. Eine Qualitätsänderung der Spermaproduktion bei Männern wird genauso kontrovers diskutiert.

  • Deshalb sollte auch die Zahngesundheit der Väter und Geschwister mit einbezogen werden, um das Risiko einer Ansteckung durch Bakterien zu verhindern.

Sichern Sie Ihren Kindern die Chance auf eine gesunde Zukunft und gehen Sie darum regelmäßig zu einer individuellen Zahnreinigung.


Zähne, Kiefergelenk und Wirbelsäule

Schlechte Zähne oder wackelnde, abgenutzte Prothesen können verantwortlich für  Kopfschmerzen, Tinnitus oder Schwindelanfälle sein.

Gekippte oder fehlende Zähne aber auch veralteter, funktionsuntüchtiger Zahnersatz führen über die sogenannte neuro-muskuläre Funktionskette zu  Nackenverspannungen und können Spätfolgen an der Wirbelsäule nach sich ziehen.

Diese Zusammenhänge werden von der Bevölkerung nicht wahrgenommen. Auch Mediziner schenken diesen Verknüpfungen leider noch zu wenig Beachtung.  
Die interdisziplinäre Zusammenarbeit unter den medizinischen Fachrichtungen ist der Grundstein für eine optimale Versorgung der Patienten.

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